Unter Verschluss- Teil 1

22.10.2021

Kurz gesagt

Ein Blick auf die verschiedenen Ebenen der Keuschhaltung – von Kontrolle und Verlangen über Vertrauen und Hingabe bis hin zur Bedeutung für dominante und submissive Partner.

EIN KLICKEN UND ICH MACHE MIR DIE MÄNNERWELT GANZ SO WIE SIE MIR GEFÄLLT

1.Die Bedeutung der Keuschhaltung allgemein

Die Keuschhaltung dient unterschiedlichen Bedürfnissen.

Der Kern des Ganzen liegt aber stets darin, dass dem dominanten Part ( Top ) durch den submissiven Part ( Sub ) einvernehmlich die Kontrolle über seine Lust übergeben wird.

Dies kann für einen begrenzten Zeitraum erfolgen, aber auch auf unbestimmte Zeit angelegt sein.

Der submissive Part verfügt bezüglich seiner Lust über keinerlei Selbstbestimmung mehr.

Das Ausleben der Lust, eventuelles Tease and Denial, Verweigerung der Erlösung durch einen Orgasmus liegt einzig in den Händen des dominanten Parts.

Ein wirkungsvolles Instrument, um die Ausrichtung des Submissiven auf den dominanten Part zu vertiefen.

Mehr als nur ein Käfig

Es ist ein Zeichen der Unterwerfung, welches Vertrauen, Ehrlichkeit, Willensstärke und gegenseitigen Respekt voraussetzt.

Gleichzeitig kann es ungeahnte Höhepunkte bewirken, sowohl mental, emotional, seelisch als auch physisch.

Das Tragen eines KG’s steht symbolisch für Zugehörigkeit, tiefe Verbindung, Wachstum, Glück und Vertrautheit.

Während der submissive Part sich selbst noch einmal neu entdecken kann, verschüttete Fähigkeiten und ungeahnte Talente freilegt und eigene Grenzen bewusster wahrnimmt, wächst parallel dazu die Verbundenheit zum dominanten Part.

Ebenso wächst das Bedürfnis, diesen glücklich zu machen und ihm die eigene Hingabe zu schenken.

Ist der dominante Part zufrieden, liegt es an ihm, dem submissiven Part gegebenenfalls Erlösung zu gewähren.

Kontrolle und Verantwortung

Zwischendurch können kleinere Kontrollen, bezüglich des korrekten Sitzes des KG‘s erfolgen.

Bei Nichtbefolgen oder unzureichender Ausführung erteilter Anweisungen obliegt es dem dominanten Part zu entscheiden, ob und in welcher Form erzieherische Maßnahmen erfolgen.

Dabei können beispielsweise Verhöre, Spanking oder andere vereinbarte Konsequenzen zum Einsatz kommen.

Um die unbefriedigte Lust auf einem hohen Niveau zu halten, werden vom dominanten Part häufig solche Aufgaben erteilt, die die unbefriedigte Lust des Keuschlings maximieren und genau diesen Zustand verstärken.

Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Beispielsweise können visuelle oder akustische Reize eingesetzt werden, die gezielt die Vorlieben und Fantasien des Submissiven ansprechen und seine Aufmerksamkeit immer wieder auf seine unerfüllte Lust lenken.

Der Keuschling wird dabei häufig angehalten, die Ausführung erteilter Aufgaben zu dokumentieren und seinem dominanten Part vorzulegen.

Der Rahmen hierfür sollte jedoch immer im Vorfeld klar abgesprochen und festgelegt werden.

So lassen sich Überforderung sowie daraus entstehende Enttäuschung oder das Gefühl des Versagens vermeiden.

Die Verantwortung des dominanten Parts

Nicht zu unterschätzen ist bei dieser Form der Erziehung die Verantwortung, welche dem dominanten Part dabei zukommt.

Er sollte die Grenzen des Submissiven ganz genau spüren, erkennen, respektieren und sensibel wahrnehmen.

Ebenso wichtig ist die Bereitschaft, jederzeit offen für jegliche Kommunikation zu bleiben.

Alles kann, nichts muss.

Dieses Spiel kann sehr sanft oder sehr intensiv gestaltet werden.

Entscheidend ist, dass beide Seiten sich damit wohlfühlen.

Dann kann Keuschhaltung für beide Seiten zu einem echten Lustgewinn werden.

Eine absolute Win- Win- Situation.

2.Ein mögliches Szenario:

Der Klick – und was er für eine Bedeutung hat

Schleichend erfüllt ein Geruch von Nervosität, Angespanntheit und Angst den Raum.

Er dringt unaufhaltsam aus jeder Pore und nimmt Besitz von ihm.

Allmählich nehme ich ihn intensiv wahr.

Welch verführerischer Duft.

Ich inhaliere ihn.

Ein Lächeln umspielt meine Lippen.

Wie ich diese Situation liebe.

Baden könnte ich darin.

Noch einen Moment koste ich sie für mich aus.

Dann stelle ich mich vor das Objekt meiner Begierde.

Oft darüber gesprochen- verspielt und doch verheißungsvoll wurde das Tragen des Keuschheitskäfigs von mir angekündigt.

Noch einmal halte ich inne.

Ich schaue ihm tief in die Augen.

Erkenne ich darin Unsicherheit?

Schweißperlen bilden sich auf seiner Haut.

Gedankenblitze schießen durch seinen Kopf.

Wie ein wildes Tier sucht sein Verstand nach einem Ausweg.

Fluchtgefahren bahnen sich ihren Weg.

Doch es ist zu spät.

Du kommst hier nicht mehr weg.

Mir bewegungsunfähig ausgeliefert, stehst du am Kreuz fixiert vor mir.

Kein Entkommen.

Kein Entrinnen.

Kein Zurück.

Stumm und mit angehaltenem Atem ergibst du dich deinem Schicksal.

Ich habe die Kontrolle – sowohl über deine Lust als auch über dich.

DU gehörst mir.

Meinen Launen.

Meiner Führung.

Meiner Willkür.

Völlig hilflos ausgeliefert.

Du Glücklicher.

„Du weißt, was dir blüht!?“

Mein warmer Atem streift sein Ohr.

Dann präsentiere ich ihm den von mir ausgewählten Keuschheitskäfig.

„Ein wunderbares Instrument. Eines, das dich hervorragend unterstützen und dich zugleich animieren wird, meinen Wünschen und Ansprüchen stets gerecht zu werden!“

Bedeutungsschwere spiegelt sich in unser beider Augen wider.

Ein paar gekonnte Handgriffe.

Der Käfig sitzt.

Stille.

Dann macht es:

KLICK.

Was bedeutet das ab jetzt für dich?

Erlösung erfolgt von nun an ausschließlich nach meinem Ermessen.

Wann.

Wo.

Wie.

Ob überhaupt.

Ganz abhängig von meiner Willkür.

Alles ist möglich.

Wird es ein ewiges Erregen und Verweigern geben?

Werde ich dir möglicherweise zwischendurch einen ruinierten Orgasmus gönnen?

Vielleicht melke ich dich zur Entlastung auch einfach gnadenlos ab, führe dich an den Rand und lasse dich dort verweilen.

Wer weiß das schon, welche Gemeinheiten mir so in den Sinn kommen.

Früher oder später wirst du es erfahren.

Eines ist sicher:

Deine unbefriedigte Lust wird wachsen.

Dein Leiden, meine Lust.

Unvorhersehbar wie ich bin, kann alles geschehen.

Dir immer wieder vor Augen führend, wem der Schlüssel zu deiner Lust gehört.

Und genau das wird Dir stets ein Antrieb sein.

Fürs Protokoll:

„Höre mir ganz genau zu.

Ich wiederhole mich nur ungern.“

Für dich gilt ab sofort striktes Orgasmusverbot.

Du wirst dich weder ungefragt stimulieren noch deine Lust kopflos und selbstverständlich ausleben.

Regelmäßiges Reinigen ist nicht nur erwünscht, sondern tägliche Pflicht.

Ich erwarte, dass du mir stets gepflegt gegenübertrittst.

Hierfür wirst du mich selbständig bitten, Dich reinigen zu dürfen - dazu erhältst du von mir ein explizites Zeitfenster sowie Anweisungen, wie die Reinigung exakt zu erfolgen hat. Es gilt Dokumentationspflicht- kleine Missgeschicke sollen schließlich von vornherein ausgeschlossen sein.

Zusätzlich werde ich ganz gewiss deine unbefriedigte Lust stets auf‘s Neue befeuern.

Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ich werde aus dem Vollen schöpfen.

Du wirst lernen, deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten.

Auf mich- Lady Johanna.

Du wirst mich als warmherzige Eiskönigin schätzen lernen.

Meine Führung über dich stets immer wieder neu spüren.

Dich gefesselt und zugleich befreit fühlen.

Deine Abrichtung auf mich beginnt.

Du wirst lernen dürfen, deiner Bestimmung zu folgen, nicht mehr selbstbestimmt über deine Lust zu verfügen und Dich deinem Schicksal zu fügen.

Nun bist Du bereit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Mich.

Bereit sein, alles zu tun.

Mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Meine Bedürfnisse zu erkennen.

Daran zu arbeiten, meinen Ansprüchen gerecht zu werden.

Über Dich hinauszuwachsen.

Und dich auch in deiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Du darfst mich glücklich machen.

Denn letztendlich ziehst du aus meinem Glück Dein eigenes.

Verpasse nicht Teil 2!